Willkommen beim Skiclub Bonn.

Einer der ältesten Skivereine Deutschlands wurde am 4. November 2017 110 Jahre jung!

Mitglied im WSV

http://www.wsv-ski.de

ANGEBOTE FÜR TOURENGEHER UND FREERIDER!

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Ansprechpartner: 

Sascha Kukulka

kukulka.sascha@gmail.com

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Skipass? Brauchen wir nicht!

In der Dämmerung starten wir. Das gleichmäßige rhythmische Ziehen meiner Skier beim Aufstieg in der Morgensonne versetzt mich in Trance. Langsam zieht die Landschaft an mir vorüber. Die Geländegestalt, die Schneequalität, das Wetter, alles nehme ich intensiv wahr. Das Erreichen eines Wintergipfels, nur mit eigenen Kräften, gibt mir großen Auftrieb. Und manchmal werde ich mit einer Tiefschneeabfahrt belohnt, die nur Wenige erreichen.


Mit Tourenskiern, Fellen, Harscheisen und Sicherheitsausrüstung öffnet sich eine fast unbegrenzte Bergwelt abseits des Massentourismus, nur eingeschränkt von den eigenen konditionellen Fähigkeiten, dem Wetter und den alpinen Naturgefahren. Die Auseinandersetzung mit diesen Naturerscheinungen ist eine der spannenden Herausforderungen dieses Sports. Denn hier gilt die ungewalzte Natur, Natur pur. Ich genieße diese Art des Skifahrens seit einigen Jahren. Es braucht dazu keine Gletscherriesen und keine Seilbahnen; Gipfel im Allgäu, Chiemgau oder im Toggenburg reichen für ein Bergabenteuer.


Der Tourenplan ür die kommende Saison steht fest und ich hoffe, dass Ihr wieder zahlreich dabei seid! In der Übersicht unten findet ihr alle Termine und jeweils eine ausführliche Beschreibung mit Anmeldeformular als PDF zum downloaden.


Für diejenigen, die noch unentschlossen sind, empfehle ich den Reisebericht aus dem Rätikon (s. u.), da könnt ihr nachlesen, wie es anderen Neulingen ergangen ist.


Ich freue mich auf euch,

euer Sascha.


Liebe Freunde des Tourengehens und Freeridens,

Die Planung für 2019 ist in Arbeit und wird Ende 2018 hier veröffentlicht.
Ich wünsche euch einen guten Sommer mit vielen sportlichen Outdoor-Aktivitäten!

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Bericht: Auswilderungsprojekt im Schwarzwassertal 2018

Gut organisierter Ski-Tour-Genuss bei tollem Wetter

Dieser Dienstag vergeht wie im Flug. Der Kopf will gar nicht so recht bei der Arbeit sein. Ich hole Jörn und Tanja ab. Wir fahren gemeinsam zu Sascha, um über die Planung der Ski-Tour im Schwarzwassertal zu sprechen und einander kennen zu lernen. Um kurz nach Sieben stehe ich im Eingangsbereich. Überall stehen, liegen oder hängen Touren-Ski, Felle, Rucksäcke, Turnschuhe und allerhand Gerät herum. Ein klares Statement! Spätestens nach der Begrüßung ist Andreas, Tanja, Jörn und mir klar: Der möchte, dass wir die Berge und das Ski-Touren gehen lieben lernen, so wie er es tut. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!


Am Donnerstag, den 25. Jänner 2018 geht es frühmorgens los. Bei guten Gesprächen lässt sich jede Fahrt ertragen, der Weg verliert (fast) an Bedeutung. In Oberstdorf angekommen, holen wir die vorbestellten Touren-Ski, die Schuhe und die Sicherheitsausrüstung (LVS, Sonde und Schaufel) ab. Anschließend sammeln wir noch den „Christoph aus der Schweiz“ am Bahnhof ein und fahren gemeinsam zum Ifen-Parkplatz. Jetzt geht’s endlich los!


Entspannt-demokratisches Kennenlernen zwischen Matratzenlager-Idylle und Bergpanorama

Mit dem obligatorischen LVS-Check brechen wir, unser gesamtes Hab und Gut auf dem Rücken, zur Schwarzwasserhütte auf. Mich beschleicht zunehmend das Gefühl, dass wir alle viel zu viel eingepackt haben. Jörn hat Schwierigkeiten mit dem Leih-Material, die aber zunächst behoben scheinen. Pünktlich mit dem Sonnenuntergang kommen wir gemeinsam an der Hütte an. Wir beziehen das Matratzenlager, genießen bei einem „interessanten“ Abendessen noch etwas die entspannte Hüttenatmosphäre und gehen danach alle sehr zeitig ins Bett, man weiß ja nie!


Nach einer von Atemaussetzern und Schnarch-Attacken geprägten Nacht, starten wir am Freitagmorgen zu unse- rer ersten „richtigen“ Ski-Tour. Bei tollem Wetter lassen wir die Hektik des Alltags schnell hinter uns. Wir beginnen den Aufstieg zum Hählekopf. Auf dem Weg über den Gerachsattel machen wir uns – unter Saschas fachkundiger Anleitung – ganz entspannt mit dem Material vertraut. Wir üben Spitzkehren. Wozu eigentlich? Der direkte Weg zum Gipfel ist doch eine Gerade! Kann ich nicht, will ich nicht, brauch ich nicht... kurz gesagt, läuft nicht so bei mir. Ich frage mich, ob es wirklich eine gute Idee war, auf diese Tour zu gehen. Zeit zum Grübeln bleibt aber nicht, denn schon geht es weiter.


Unterhalb des letzten Anstiegs zum Hählekopf gibt Jörns Bindung dann endgültig den Geist auf, so dass er die Tour leider abbrechen muss. Er geht zum Ifen-Lift zurück, wo seine Bindung repariert wird. Das bedeutet für ihn noch mal zehn Kilometer(!) extra. Tanja begleitet ihn. Nach einem ur- demokratischen Volksentscheid, setzt der Rest von uns die Tour zum Hählekopf fort. Belohnt werden wir mit einer tollen Abfahrt bis hinter den Gerachsattel


Beim Abendessen planen wir die Ski-Tour des kommenden Tages. Der Bericht verheißt schönstes Wetter, bei Lawinenwarnstufe 2 bis 3. Dabei wird ernsthaft diskutiert, scherzhaft debattiert und viel gelacht.


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Ski-Touren gehen wird zur „Religion“


Am Samstag steigen wir morgens über einen Kammrücken zum Steinmandl auf. Alle bewegen sich im Stillen. Wir versuchen uns zu motivieren und unterstützen uns gegenseitig, nehmen den Rhythmus des Vordermanns auf. Gemeinsam er- reichen wir den Gipfel des Steinmandl. Was für eine tolle Gruppe, was für ein Zusammenhalt!




Sascha, Andreas, Christoph und ich fahren an- schließend noch zur Neuhornbachhütte ab. Diese Art Ski zu fahren ist, wie Skifahren eigentlich sein sollte: roh, unverfälscht und nachhaltig! Die Sonne scheint auf den tief verschneiten Südhang des Steinmandl. Mittlerweile hat sich in den tieferen Lagen ein leichter Firn gebildet. Und so ist jeder Schwung Skigenuss in Reinkultur. Wir setzen teilweise als Erste unsere Spuren in den Schnee. Dann schnallen wir die Skier ab. Unsere Augen leuchten und wir sind uns einig, dieser Moment wird noch länger in uns wiederhallen.


Nach kurzer Rast und gutem Essen, schnallen wir die Felle unter und steigen zum Falzer-Kopf auf. Der Aufstieg fällt leicht. Beschwingt erklimmen wir, mit einer weiteren sonnigen Rast, den Gipfel. Anschließend fahren wir auf der Nordseite, im steilen Gelände noch etwas verhalten, aber im tiefer liegenden Gelände auf lockerem Triebschnee, zügig ab. Ein kurzer „Bergsprint“ hinauf zum Gerachsattel und schon sind wir fast an der Schwarzwasserhütte angelangt.


Eine weitere großartige Ski-Tour ist zu Ende. Und so wird der Samstagabend lang, viel länger als die Abende zuvor. Mit dem einen oder anderen Bier lassen wir einen wundervollen Tag ausklingen. Freundschaften werden geschlossen. Die Stille wird vollkommen. Das berauschende Weiß hat die hektische Betriebsamkeit des Alltags verschluckt.


Am Sonntag steigen wir, bei diesmal eher mäßigem Wetter, erneut zum Hählekopf auf. Unsere Rucksäcke liegen, dem Hüttenwirt sei Dank, schon an der Melköde. Für mich wird es der schwierigste Tag unserer Tour. Bis zum Steilhang unterhalb des Gipfels kämpfe ich gegen die Schmerzen in meinen Füßen, ein Fehler. Ich sollte es besser wissen. Das Einsetzen der Harscheisen gelingt nur mäßig. Ich lasse dadurch viel Kraft am Berg. Schmerzen sind unvermeidlich, Leiden ist optional! Diesmal leide ich, und wie ich leide! Im eisigen Föhnsturm gehen wir die Traverse unterhalb des Gipfels an, nur die Harscheisen retten mich vor einer Panikattacke. Ich zittere mich auf den Gipfel und in den Steilhang auf der Nordseite des Hählekopf hinein. Ich leide! Ich will, dass diese Tortur endet.


Doch unterhalb des Steilhangs fahren wir unvermittelt in ein Schneefeld mit gleichmäßiger Triebschneeüberdeckung ein. Mit einem Mal sind meine Schmerzen wie weggeblasen. Wir steigen sogar noch ein weiteres Mal auf, am Ende in direkter Linie, und fahren erneut ab. Diesmal allerdings zur Melköde. Dort nehmen wir unsere Rucksäcke auf und fahren an die Talstation der Ifen-Lifte.


Eine wunderschöne, erlebnisreiche Skitour ist zu Ende. Wir haben neue Freunde, zumindest aber Gleichgesinnte gefunden. Und letztlich hat auch Sascha erreicht, was er erreichen wollte:

Wir lieben die Berge und das Skitouren gehen!

Ein Bericht von der Anfänger-Skitour 2015:

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"Angst un' Jeld hatte mer noch nie!"(Josef)

... oder wie aus einem Skitouren-Einsteiger-Kurs doch noch eine Fortgeschrittenen-Sause wurde. Ein Reisebericht aus dem Rätikon.

Eine Super-Truppe!

Donnerstagmorgen, 6.00 Uhr, Treffen bei Paravans in Hangelar: Tanja empfängt uns mit Kaffee, alle sind pünktlich und gut gelaunt, unser Guide Sascha wundert sich, dass er tatsächlich der Letzte ist, der eintrifft. Und dann geht es auch schon los. Unser "Taxi-Driver" Wolfgang kurbelt die ca. 650 km locker runter und wir kommen ohne Stau und mit netten Schwätzchen am Nachmittag in Küblis an. Beim "Caprez-Sport" wird das Material ausgeliehen, Tourenskier, Felle, Stöcke, Harscheisen und Schuhe, die Lawinenausrüstung (Sender, Schaufel, Sonde) bekommen wir von Sascha. Wir ziehen uns auf dem Parklplatz um, es geht noch ein paar Kilometer den Pass hoch und dann lassen wir den Bus auf einem Parkplatz zurück. Zum ersten Mal ziehe ich Felle auf Skier – die Schutzfolien abziehen und passgenau und faltenfrei auf die Belagseite des Skis kleben. Gar nicht so einfach, sie kleben wie Pech und einige meiner Haare verfangen sich darin. Heribert hilft mir beim Nesteln und ich vegesse promt die Schutzfolien im Schnee...


Erster Aufstieg

Ca. 1 Stunde geht es auf einem breiten Weg bis zum Berghaus Sulzfluh hinauf, das für die nächsten 3 Tage unsere Basis sein wird. Meine Tourenskier sind sehr leicht, man gewöhnt sich schnell daran, dass man sie beim Gehen nicht anheben muss und verfällt bald in einen schlurfend-schiebenden Trott. Kurz vor unserem Ziel zeigt Sascha uns die perfekte Spitzkehre, ein wichtiges technisches Element für den Aufstieg im Gelände. Wir üben im Zickzack den Hang hinauf und dabei gibt es schon den ein oder anderen Grund zur Heiterkeit ;-). Schließlich gelingt es aber allen und wir erreichen ohne Knoten in den Beinen unsere Unterkunft ...

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... und die haut uns aus der Bindung!!

Ich hatte ein karges Matratzenlager erwartet aber wir bekamen ein freundliches, warmes 8er-Zimmer mit Stockbetten und pikobello Sanitäranlagen nebenan! Das Damenbad hatte ich als Quotenfrau mehr oder weniger für mich alleine. Dazu der urgemütliche Gastraum mit Kaminofen, Petroleumlampen und Kerzenschein zum Gourmet-Menü, allerfreundlichste Bedienung – einfach zum Wohlfühlen (Danke an Sonja, Kati und Ernst)! Wir geniessen auch das ein oder andere Helle oder ein Glas Rotwein und besprechen den nächsten Tag. Nach dem Abendessen gibt es draussen noch eine kurze Einweisung in unsere Lawinensuchgeräte, um 23.00 Uhr liegen alle im Bett. Bevor ich gute Nacht sagen kann, ist der erste Hardcore-Schnarcher schon zugange ...

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Das Wetter meint es gut!

Um 6.30 Uhr sitzen wir am nächsten Morgen beim Frühstück und sind gespannt auf das, was da kommt. Die Bedingungen sind fantastisch: wolkenloser, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und lediglich LWS 1-2. Mit gut getapten Fersen schlüpfe ich in meine Tourenstiefel und wir steigen langsam auf. Der Schafskopf ist unser heutiges Ziel. Anfangs fällt es nicht schwer, die Steigung ist mässig und wir machen viele Trinkpausen. Das Panorama ist fantastisch und wir genießen die Aussicht. Als es dann steiler wird, machen sich bei mir allerdings doch Fersen und Kondition bemerkbar. Jonas hat die gleichen Probleme und muss sich unterhalb des Gipfels ausruhen. Etwas weiter oben macht sich der Rest für die Abfahrt bereit, wir ziehen die Felle ab und stellen Bindung und Schuhe fest. In weiten Schwüngen geht es durch teils firnigen Schnee ins Tal. Die Kür nach der Pflicht gefällt mir sehr und ich ordne mich spontan in die Gruppe der abfahrtsorientierten Skitourer ein... 

Wir landen an einer großen Holzhütte mit Bänken davor, die sich ideal für eine Brotzeit anbieten. Wir essen und dösen in der Sonne, anschließend machen wir eine Einzelübung zur Verschüttetensuche. Wir sollen auf Zeit einen Sender, den Sascha im Schnee versteckt hat, orten und ausgraben. Wolfgang gewinnt, er ist der Schnellste.

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Chris:

"Da geht dia des Grinsen nimma aus'm Gsicht!"


Sascha:

"Freiheit ist halt immer auch die Freiheit der anderen!"

Nach der Rast fällt es schwer, sich wieder aufzuraffen aber wir müssen bis zur Unterkunft noch ein gutes Stück aufsteigen. Das gibt meinen Fersen wohl den Rest, nachdem ich, oben angekommen, Schuhe und Socken ausgezogen habe, ziehe ich mir mitsamt dem Tape auch die Haut von den Euro-großen Blasen, die ich mir heute gelaufen habe.


Die Spreu vom Weizen

Tja, was soll man sagen – Jonas und ich waren am nächsten Tag raus. Seine Blasen waren noch schlimmer als meine, Wanderschuhe konnte er gerade noch ertragen. Ich konnte immerhin noch meine Skischuhe anziehen und habe es trotzdem genossen, alleine ein bisschen durch die Gegend zu ziehen. Der Rest der Truppe konnte also ohne uns Bremsanker richtig Gas geben, ihm stand das ganze Gelände offen. Und da zeigte sich Chris’ Gespür für Pulver und Firn. Ungeduldig zog er die Gruppe in die schattigen Nordhänge oder die fest gefrorenen und angefirnten Südhänge. Verdammt, war die Welt groß und vielfältig. Die Umrundung des Schallbergs führte sie via Rotschopf ins Montafon und via Antönier Joch zurück ins Prättigau und via Spitzenbüel zurück ins Berghaus. Skifahren von den ersten Sonnenstrahlen am Morgen bis in die flach stehende Abendsonne. Freiheit für die heimlichen Freerider in den Weiten des Rätikons!

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Und danach in den Hot Tub!

In der Abendsonne miit einem kalten Bier in einem heißen Openair-Whirlpool mit Blick auf die Berge zu sitzen ist so ziemlich die genialste Krönung eines anstrengenden Tages!


Sascha, wir danken Dir ...

... für den bestvorbereitetsten, bestgelauntesten und lehrreichsten Kurztripp! Wir sagen AUF WIEDERSEHEN!


Wolfgang, Jens, Jonas, Heribert, Josef, Chris und Anke

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Spitzkehren-Heri:

"Lang eropp on flöck eraff - wie em Lääve!"

Anke:

"Wille minus Kondition plus Blasen gleich null Gipfelerlebnis!"


Jonas:

„Kann es Schöneres geben, als Sonne, Berge und Schnee zu erleben?“


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